Geschichte

1994 haben Priester und Diakone aus der Diözese Hildesheim gemeinsam mit ihrem Bischof Dr. Josef Homeyer († 30.03.2010) die Initiative ergriffen und den bernward hilfsfonds gegründet.

Der Einsatz für die Notleidenden war für Bischof Bernward wichtig und kennzeichnend. Er sorgte täglich für hunderte und mehr Arme und stritt für deren Rechte. Tausend Jahre nach der Bischofsweihe Bernwards und 800 Jahre nach dessen Heiligsprechung feierte das Bistum Hildesheim im Jahr 1993 das Bernwardsjahr. Bischof Dr. Josef Homeyer rief anlässlich dieser Feierlichkeiten die Priesterschaft auf zum freiwilligen Gehaltsverzicht zugunsten sozial Schwacher.

„Die Erhabenheit Gottes zu bezeugen, sich in Ihm festzumachen, von Ihm her zu denken und zu leben, ist für Bischof Bernward selbstverständlich, aber ebenso selbstverständlich ist es für ihn, vorrangig für die Armen da zu sein (wie Jesus), sich um sie zu kümmern, mit ihnen zu teilen und in allem von ihnen her zu denken.“ So ein Auszug aus der Predigt von Bischof Dr. Josef Homeyer, die er am Tag der Caritas im Bernwardsjahr (18.11.93) hielt.

„Helfen, wenn keiner hilft! – das war unser Ziel im Gründungsjahr“ weiß Prälat Karl Bernert, Mitbegründer des bernward hilfsfonds. „Wenn ich heute auf die Anfänge des Hilfsfonds zurückblicke, finde ich: Es war mit das Beste, was wir tun konnten!“

Bernward – Bischof von Hildesheim und Namensgeber für den Hilfsfonds

Bernward (*um 960, †20.11.1022) entstammte einem sächsischen Adelsgeschlecht. In der Hildesheimer Domschule erhielt er eine umfassende Ausbildung in Wissenschaft und Kunst. In seiner Ausbildung zeigte sich seine besondere Begabung für die schönen Künste, die dort auch gefördert wurde. 

Im Jahr 993 wurde er zum Bischof geweiht. Er förderte das geistliche Leben in seinem Bistum und legte 1007 den Grundstein zum Bau der Michaeliskirche, des von ihm gestifteten Benediktinerklosters in Hildesheim. Bernward war künstlerisch begabt und gab den Auftrag für viele Kunstwerke. Besondere Zeichen der sog. „Bernwardinischen Kunst“ sind die berühmten bronzenen Bernwardstüren und die Christussäule.

Bischof Bernward wurde in der Krypta der Michaeliskirche beigesetzt. Gedenktag des Heiligen ist der 20. November.